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In den Neubau des BTZ Leipzig und die psychische Gesundheit investiert

Im Beisein von Werner Wendel, Referent im Sächsischen Staatsministeriums für Gleichstellung und Integration wurde am 21. August 2019 der Neubau des Beruflichen Trainingszentrum Leipzig (BTZ Leipzig) eingeweiht. Mit einer Bauzeit von 16 Monaten wurde ein moderner Komplex für die Unterstützung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen auf ihrem Weg zurück in Arbeit geschaffen.

Erste Teilnehmer arbeiten bereits an den modernen Werkstattplätzen im neuen Gebäude des BTZ Leipzig, interessiert beobachtet von Marko Daubitz, Fachbereichsleiter des BTZ Leipzig, dem Projektsteuerer Jörg Harazin, Werner Wendel, Referent im Sächsischen Staatsministerium für Gleichstellung und Integration, Projektplaner Heiko Kauerauf, dem Geschäftsführer des BFW Leipzig, Jörg Beenken sowie Jork Beßler, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und Vorsitzender des Verwaltungsrates des BFW Leipzig © P. Skibinski, BFW Leipzig
Erste Teilnehmer arbeiten bereits an den modernen Werkstattplätzen im neuen Gebäude des BTZ Leipzig, interessiert beobachtet von Marko Daubitz, Fachbereichsleiter des BTZ Leipzig, dem Projektsteuerer Jörg Harazin, Werner Wendel, Referent im Sächsischen Staatsministerium für Gleichstellung und Integration, Projektplaner Heiko Kauerauf, dem Geschäftsführer des BFW Leipzig, Jörg Beenken sowie Jork Beßler, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und Vorsitzender des Verwaltungsrates des BFW Leipzig © P. Skibinski, BFW Leipzig
Schlüsselübergabe: Marko Daubitz, Jörg Beenken, Heiko Kauerauf. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Schlüsselübergabe: Marko Daubitz, Jörg Beenken, Heiko Kauerauf. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Vorführung eines Robotermodell durch einen Teilnehmer. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Vorführung eines Robotermodell durch einen Teilnehmer. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Bei den Mediengestaltern und den IT-Spezialisten wurden auch viele Fragen gestellt. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Bei den Mediengestaltern und den IT-Spezialisten wurden auch viele Fragen gestellt. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Das Cello Quartett der Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" umrahmte die Veranstaltung musikalisch. © P. Skibinski, BFW Leipzig
Das Cello Quartett der Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" umrahmte die Veranstaltung musikalisch. © P. Skibinski, BFW Leipzig

Mit einer feierlichen Stunde wurde der Neubau des Beruflichen Trainingszentrums Leipzig am Berufsförderungswerk Leipzig eingeweiht. Auf die Entwicklung der BTZ Leipzig ging Jörg Beenken, Geschäftsführer des BFW Leipzig, in seiner Rede ein. Dabei stellte er fest, dass durch die Zunahme der psychischen Diagnosen sich auch das Profil des BTZ Leipzig in den letzten drei Jahren seit seiner Gründung immer wieder den individuellen Ausgangssituationen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst hat. Er verwies darauf, dass im BTZ die Menschen mit psychischen Erkrankungen durch spezialisierte und individuell abgestimmte Maßnahmen zur Vorbereitung und zum Wiedereinstieg ins Berufsleben unterstützt werden. „Dabei werden sie psychologisch, sozialpädagogisch, medizinisch, sport- und ergotherapeutisch sowie lern- und vermittlungsfördernd begleitet.“

Anschließend betonte Werner Wendel, Referent im Sächsischen Staatsministeriums für Gleichstellung und Integration in seinem Grußwort: „Sie leisten mit Ihrer Arbeit für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einen maßgeblichen Anteil, dass sie neue Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft verspüren können. Und mit Ihrer Investition in den Neubau haben Sie wichtige Rahmenbedingungen geschaffen.“

Auch der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland Jork Beßler freute sich, dass in 16-monatiger Bauzeit dieser moderne Komplex errichtet wurde. „Mit dem Neubau reagiert das Berufsförderungswerk Leipzig auf die gestiegene Anzahl an psychischen Erkrankungen, die zu Arbeitsunfähigkeit führen und unterstützt die Betroffenen bei der Orientierung, Vorbereitung, leistungssteigerndem Training und dem Neueinstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben“, sagte Jork Beßler in seinem Grußwort. „Wir brauchen in Deutschland auch in Zukunft ausreichende und hochqualifizierte Mitarbeiter.“

Der leitende Planer für dieses Neubauprojekt, Heiko Kauerauf, Geschäftsführer der SISUPLAN GmbH, zeigte sich erleichtert, dass man das fünfgeschossige Gebäude sowie die Umgestaltung der ehemaligen Sporthalle zu Werkstatt- und Sporträumen in der relativ kurzen Bauzeit realisieren konnte. „Wir haben es dem Engagement der ausführenden Baufirmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Teams von Planern und Projektsteuerern zu verdanken, dass wir den Zeitplan von 16 Monaten Bauzeit einhalten konnten. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, wenn wir uns den geschaffenen Neubau anschauen.“ Mit diesen Worten übergab Heiko Kauerauf die symbolischen Schlüssel an Marko Daubitz, Fachbereichsleiter des BTZ Leipzig und an Jörg Beenken, Geschäftsführer des BFW Leipzig.

Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Gäste von der modernen Einrichtung des Hauses überzeugen. Dabei verwies Heiko Kauerauf auf die flexible Gestaltung der Räume. So könne man auf die jeweilige Gruppenstärke reagieren. Aus 30 Räumen ließen sich durch flexible Wandelemente schnell 38 kleinere Einheiten schaffen. Zudem können die Wandelemente als Tafeln oder Projektionsflächen genutzt werden. Weiterhin wurde ein umweltfreundliches Energiekonzept umgesetzt. In dem Zusammenspiel von Beschattungsanlagen, Kühlung und Wärmeerzeugung soll ein angenehmes Raumklima geschaffen werden.

In den einzelnen Schulungs-, Trainings- und Werkstatträumen kamen die Gäste mit einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch. Der Grundtenor war, dass man sich in dem neuen Gebäude „sehr wohl“ fühle.

Im BTZ Leipzig werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit psychischen Beeinträchtigungen durch spezialisierte und individuelle Angebote auf einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorbereitet. Ziel ist die gesundheitsgerechte Integration der Betroffenen in den bestehenden oder einen neuen Beruf oder eine neue Tätigkeit und somit Teilhabe am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben.

Musikalisch wurde die Veranstaltung umrahmt vom Cello Quartett der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“. Konstanze Pietschmann, Masaki Krug, Lorenz Pfäffle und Emil Weigert sind allesamt mehrfach „Jugend musiziert“-Preisträger sowie auch Gewinner weiterer Wettbewerbe. Alle vier Musikerinnen und Musiker waren zudem jahrelange Mitglieder im Jugendsinfonieorchester der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“.